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5 Tipps für stressfreieres Bauen

Autorenbild: Nicole SchüteNicole Schüte

Aktualisiert: 20. Okt. 2021


Stressfrei bauen, wie geht das? Jaein, natürlich ist Bauen (ob neu oder sanieren im Bestand), immer total aufregend und irgendwie nervenaufreibend. Die meisten von euch bauen sicher zum ersten Mal und hatten vorher vielleicht auch noch gar nicht so viele Berührungspunkte mit diesem Thema, was natürlich dafür sorgt, dass einem das alles schnell auch über den Kopf wachsen kann, denn es ist ja doch eine sehr komplexe Aufgabe, so ein neues Eigenheim.



Heute gebe ich euch aber noch 5 konkrete Tipps für stressfreieres Bauen mit an die Hand.




1️⃣ EIN GANZ KLARES, ABER REALISTISCHES BUDGET FORMULIEREN


Das Thema Budget ist super wichtig und ihr solltet das wirklich sehr konkret, aber eben realistisch formulieren. Schaut euch die aktuelle Marktlage an und wie Preise sich gestalten. Leider liegen zwischen Wunschvorstellung und Realität oft Welten. Oftmals passen Inspirationen die man beispielsweise auf Pinterest gesehen hat, überhaupt nicht zu dem Budget was man sich vorgestellt hat. Sehr wichtig ist, dass eure Budgetsumme nicht eure Schmerzgrenze ist, denn das Budget was ihr euch setzt, sollte IMMER noch einen Puffer von ca. 5-10% 'on top' für unvorhersehbare Extrakosten zulassen (die es wirklich fast immer gibt). So übernehmt ihr euch später nicht.


Aus welchen Kostenpositionen setzt sich ein Gesamtbudget zusammen? Die dazu passende Grafik aus meinem Instapost füge ich euch hier nochmal ein.







2️⃣ EINE BAUFIRMA SUCHEN DIE ZU EUCH PASST


Leichter gesagt als getan oder? Schaut hier wirklich genau wie die Menschen, von denen ihr euch Angebote machen lasst sind, passen sie zu euch, verstehen sie eure Wünsche? Treffen sie eure gestalterischen Vorstellungen? Könnt ihr euch vorstellen lange mit ihnen zusammen zu arbeiten? So ein Prozess der Hausplanung und Realisierung ist ein sehr langwierig, da muss man jemanden an seiner Seite haben, der zu einem passt, der sich kompetent anfühlt, zuhört und euch menschlich angenehm ist. Letztlich bauen sie für euch das Persönlichste was man bauen kann. Bei Fertighausbaufirmen fragt in Foren oder Facebook Gruppen nach wer mit wem gute Erfahrungen gemacht hat; was konkret sie gut fanden und was vielleicht weniger, jeder hat da auch einen anderen Fokus.

Natürlich ist der Preis wichtig, keine Frage, aber das günstigste Angebot ist nicht immer auch das beste für euch, entscheidend ist was für Leistungen wirklich enthalten sind. Was konkret ist deren Standard, für was zahlt ihr extra? Wenn später sehr viele Nachträge entstehen, ist der günstigste Anbieter vielleicht ganz schnell gar nicht mehr der günstigste, im Vergleich zu einem anderen. Schaut euch auch eventuell an wo deren Fokus liegt oder was deren Alleinstellungsmerkmal ist, ob ein Unternehmen vielleicht auf ökologisches Bauen spezialisiert ist etc.


3️⃣ PROFIHILFE IN ANSPRUCH NEHMEN AUCH WENN SIE GELD KOSTET


"Alle anderen die bauen schaffen das doch auch irgendwie alleine. Ich will selbst bestimmen und mir nicht rein reden lassen, diese Kosten spar ich mir..."


Vielleicht kennt ihr diese Gedanken. Natürlich möchte man immer Geld sparen, ABER es ist tatsächlich so, dass euch Experten, auch wenn sie Geld kosten, erheblich Geld sparen können. Sie haben meist jahrelange Erfahrung, gehen extrem strukturiert an die Sache heran und sind immer eine absolut lohnenswerte Investition neben einer Baufirma oder Fertighausbaufirma. Da ihr selbst sie beauftragt, sind sie unabhängig und arbeiten nur für EUCH, sie sind darauf bedacht, das Beste für EUCH heraus zu holen, nicht für die Baufirma oder die Gewerke. Dazu gehören Baugutachter, Bauleiter und eben auch Innenarchitekten, die sehr sehr viel mehr tun als euch zu sagen wo ein Möbel stehen soll, glaubt mir das, denn dafür würde ich selbst sonst auch niemanden bezahlen!😂

Ohne Baugutachter der den Bau fachlich für euch überwacht, würde ich selbst beispielsweise heutzutage nicht mehr bauen, das Risiko ist mir persönlich einfach zu hoch. Da kann eine Firma noch so gute Referenzen haben, aber es sind dennoch schon so viele Dinge passiert, die teilweisegravierende Folgen für ganze Familien hatten. Für diese Sicherheit ist es das Geld allemal wert.


4️⃣ EIN GESAMTHEITLICHES KONZEPT ERARBEITEN


Ein von Anfang an gut geplantes Gesamtkonzept sorgt immer dafür, dass ihr einen konkreten Fahrplan habt, dass ihr Struktur bekommt und Dinge nicht immer wieder über den Haufen geschmissen werden oder später nicht funktionieren, weil sie am Anfang nicht berücksichtigt wurden usw. Ein wirklich gutes Gesamtkonzept ist nicht zu unterschätzen, denn hier passen dann später alle Dinge zusammen und man hat bereits sehr früh im Planungsprozess daran gedacht. Die Schiene zu fahren, "Wir schauen mal wie es so läuft, gehen total 'step by step', lassen alles auf uns zukommen und uns inspirieren", ist nicht wirklich eine gute Strategie. Je genauer eine Ausbauplanung von Anfang an ist, je tiefer sie ins Detail geht, umso gezielter, effizienter und richtiger kann sie auch umgesetzt werden. Das sorgt später dafür, dass ihr möglichst dicht an euer Wunschergebnis heran kommt.


5️⃣ IN KOSTENPOSITIONEN DENKEN UND NICHT IN PRODUKTEN


Die Fülle an Entscheidungen bei einem Hausbau ist wirklich extrem. Denkt hierbei aber nicht zu sehr in Produkten und was euch gefallen könnte, sondern macht am Anfang eine Tabelle, die alles enthält und vergebt jeder Sache ein Budget (Lampen, Möbel, Türen, Sanitär usw.). Ich weiß, dass das schwierig ist, vor allem wenn die Erfahrung fehlt wieviel das alles eigentlich wirklich so kostet.

Über diesen Weg könnt ihr aber sehr schnell herausfinden, was unterm Strich raus kommt und ob das euren Budgetrahmen sprengt oder nicht. Dann kann man im nächsten Schritt gucken wo man das Budget enger schnürt, welche Position vielleicht auch hinten angestellt werden muss usw.


Durch das vorab geplante Gesamtkonzept wisst hier dann später genau, was ihr für welche Kostenpositionen suchen müsst.


Ich gebe euch ein Beispiel:


Es ist viel stressfreier und zielführender in Fliesenmärkte zu gehen und zu sagen: "Wir suchen eine Fliese 60x60 cm in Hellgrau, die max. 40€ pro qm kostet", als einfach los zu gehen und zu schauen was es so gibt, denn die Fülle an Produkten ist einfach zu extrem. Da sieht man dann ganz schnell mal den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und kann sich am Ende nicht entscheiden.


Das ist einer der Gründe, warum es vielen schwer fällt sich festzulegen oder wieso sie es als stressig empfinden. Aber rein gehen und genau sagen: "Wir suchen dieses oder jenes", schränkt die Auswahl konkret ein auf das was ihr wirklich braucht. Ausserdem hat es den Vorteil, dass man in dem Moment die Kosten nicht zu isoliert betrachtet. Wenn man weiß man hat eine Gesamtaufstellung die dazu führt, dass man am Ende Summe x hat, dann weiß man auch, dass man bei den einzelnen Preisen die man definiert hat bleiben muss, da man sonst mehr ausgibt als im Budget ist.

Wenn man aber ohne gesamtheitliches Konzept los geht, dann ist die Versuchung groß im Fliesenmarkt nach 'Was gefällt mir' auszusuchen und zu sagen: "Ach 50€ pro qm geht eigentlich, die nehmen wir", weil man die Kosten in diesem Moment isoliert betrachtet und nicht das Große Ganze im Blick hat, geschweige denn alles mal im Detail durchgerechnet hat.



 
 
 

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